9 essentielle Grundlagen, damit deine Website bei Google relevant wird

aktualisiert am 18.03.2019

9 essentielle Grundlagen, damit deine Website bei Google relevant wird

Inhaltsverzeichnis

Du stimmst mir bestimmt zu, wenn ich behaupte, dass du gerne auf Position 1 bei Google stehen würdest. Wer will das auch nicht!

Und um an erster Stelle in den Suchergebnissen von Google zu stehen, muss deine Website relevant für Google sein. Doch was bedeutet diese Relevanz? Dies erfährst du nun in dem Artikel.


Deine Website hat in den Suchmaschinen einen bestimmten Rank (deutsch: Rang). Befindet sich deine Website auf einer der vordersten Positionen, ist das Ranking (Rangordnung) gut.

Optimal befindet sich deine Website an erster Stelle. Dann erhält diese viele Besucher, weil die Nutzer der Suchmaschinen hauptsächlich die ersten Positionen anklicken.

Folgende Klickraten (CTR) erhalten die Positionen in den Suchergebnissen bei Google (Daten vom Januar 2019):

  • Position 1 erhält eine CTR von 35 % (Desktop) / 28 % (Mobile)
  • Position 2 erhält eine CTR von 17 % (Desktop) / 16 % (Mobile)
  • Position 3 erhält eine CTR von 10 % (Desktop) / 10 % (Mobile)
  • Position 4 erhält eine CTR von 7 % (Desktop) / 7 % (Mobile)
  • Position 5 erhält eine CTR von 5 % (Desktop) / 5 % (Mobile)

Wie du merkst, spielen die ersten paar Positionen die wichtigste Rolle. Aktuelle Klickraten kannst du dir unter advancedwebranking.com anschauen.

Wie misst Google die Relevanz?

Unabhängig von den Suchmaschinen, bedeutet das Wort „Relevanz“ eine situationsbezogene Bedeutsamkeit und Wichtigkeit. Das Gegenteil ist die Irrelevanz, was Bedeutungslosigkeit in einem gegebenen Zusammenhang bedeutet.

Es ist ein Zusammenspiel aus verschiedenen Faktoren der Website und Signalen von anderen Websites. Google nimmt diese Faktoren und Signale auf und verarbeitet diese. Danach erfolgt anhand einer Bewertung die Einordnung der Website in den Suchergebnissen. Je nach Wichtigkeit ist die Website in den Suchergebnissen auf den vorderen oder hinteren Plätzen gelistet.

Diese Einordnung führen alle Suchmaschinen regelmäßig durch. Welche und wie viele Signale eine Rolle spielen, teilt Google offiziell nicht mit. Ab und an gibt es ein paar Happen mit Informationen. Auch in welcher Regelmäßigkeit eine Neueinordnung erfolgt, ist nicht bekannt.

Demnach hat sich vor Jahren der Beruf der „Suchmaschinenoptimierung“ (SEO) gebildet. Das Arbeitsfeld umfasst die stetige Optimierung von Websites, damit diese im Ranking steigen. Der/ Die SEO-Worker testen und setzen um, was die Relevanz der Website erhöht.

Anhand vieler Daten und Auswertungen sind Theorien vorhanden, welche von Google jedoch nicht bestätigt sind. Eine Menge der Vermutungen zur Suchmaschinenoptimierung bleiben deswegen eine Grauzone und es kann niemand mit Gewissheit versprechen, dass er eine Website auf Platz 1 katapultiert.

Die Relevanz bei Google erhöhen

Für die meisten Website-Inhaber ist Position 1 bei Google ein lohnenswertes Ziel. Besucherzahlen steigen und dadurch auch die Umsätze.

Eine Website auf die erste Position zu katapultieren, war vor zehn Jahren einfach. „Backlinks“ war das Zauberwort. Doch wie steht es in 2019 und wie wird die Zukunft aussehen?

Harte Fakten für eine Erhöhung der Relevanz werden von Google nicht mitgeteilt, das Unternehmen hält sich bedeckt. Doch ab und an gibt Google Informationen heraus die Ableitungen zulassen.

Folgende Hinweise zur Steigerung der Relevanz sind bekannt:

1. Für welche Suchanfragen soll die Website in den Suchergebnissen auftauchen?

Eine umfassende Keyword-Analyse ist Pflicht. Analysiere daher deine Unterseiten auf Keywords. Welche Seite steht für welches Keyword?

Mach nicht den Fehler, dass eine Seite mehrere Keyword-Signale an Google sendet. Denn dann kann Google die Website schlechter analysieren und einordnen. Bleibe bei dem Grundsatz: eine Seite nutzt ein Keyword.

Verwirre Google nicht. Machst du es, werden die Bots, die deine Website untersuchen, einmal in die eine oder andere Richtung gehen.

Klare Botschaften an Suchmaschinen ist ein Muss.

SEO is a lot about consistency & clear messages to search engines.

John Mueller, Webmaster Trends Analyst bei Google

2. Ermittle das Informationsbedürfnis der Nutzer

Was sucht der Nutzer zu dem Thema wofür deine Website steht? Ist die Thematik weitreichend abgedeckt oder fehlen Informationen?

Es ist großartig, wenn der Nutzer die Möglichkeit hat, sich umfassend und detailliert zu informieren.

Decke den "Search Intent" der Nutzer ab. Also mit welchem Ziel oder welcher Absicht der User einen bestimmten Begriff in die Suchmaschine eingibt.

Erstelle Beiträge die umfangreich sind und umfassend informieren. Gehe ins Detail – wenn es möglich ist – und geben dich nicht mehr mit 300-Wörter-Artikeln zufrieden.

In den letzten 5 Jahren sind die Wörter pro Artikel auf über 1000 gestiegen. Heute beträgt der durchschnittliche Blogeintrag 1151 Wörter. Das ist eine Steigerung von 42% in den letzten fünf Jahren.

Länge eines typischen Blog-Artikels

Die meisten Blogger (55%) schreiben zwar weniger als 1000 Wörter pro Beitrag. Aber ein kleiner Prozentsatz schreibt lange Inhalte. Jeder fünfte Blogger schreibt mehr als 1500 Wörter pro Artikel. Diese Zahl hat sich seit mehreren Jahren nicht verändert.

Und das machen die Blogger nicht umsonst:

Es gibt einen starken Zusammenhang zwischen Länge und Erfolg.

Mehr als die Hälfte der Blogger, die Artikel mit mehr als 2000 Wörtern schreiben, berichten von „starken Ergebnissen“. Blogger, die längere Beiträge verfassen, berichten sogar über noch stärkere Ergebnisse.

Aber Vorsicht: schreibe nicht lange und umfassende Artikel, die nicht lang sein müssen. Kurze Statements: kurze Artikel. Schritt-für-Schritt-Anleitungen dürfen zum Beispiel ausführlich sein.

3. Schreibe qualitative Inhalte

Eine bedeutsame Website ist aus Sicht von Google eine Website, die auf außergewöhnliche inhaltliche und formale Qualität setzt. Dabei hebt sich die Website von der Konkurrenz ab und hat Alleinstellungsmerkmale.

Das bedeutet im Jahr 2019, dass Themen die es im Netz 500 mal gibt, keine weitere Erklärung benötigen. Diese Inhalte sind „durchgekaut“. Typische SEO-Texte haben ausgedient.

Am besten schreibst du deine eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse nieder, denn diese sind individuell und einzigartig. Achte auf einen guten Schreibstil, die richtigen Bilder und verlinke deine Seiten untereinander.

Schreibst du nicht nur an einem „Hobby“-Blog, sondern bist für eine Firmenwebsite verantwortlich, so erarbeite dir eine Content-Marketing-Strategie.

Schreibe für deine Besucher und nicht für Google. Mach deine Nutzer glücklich und diese kommen wieder.

Pro-Tipp: Wenn du richtig gut bist und einen technisch einwandfreien Internetauftritt erstellst, dann nutze strukturierte Daten für deine Inhalte.

Mit kostenlosen Schema Markup Generatoren erstellst du schnell und einfach JSON-LD für deine Website.

4. Sicherheit

Deine Website muss SSL-verschlüsselt sein. Sie besitzt ein SSL-Zertifikat. Das bedeutet, dass die Kommunikation zwischen dem Browser deiner Websitebesucher und deiner Website verschlüsselt ist.

Kein Dritter kann diese Daten mitlesen. Das ist besonders wichtig, wenn du Daten über ein Kontaktformular erhältst oder einen Onlineshop betreibst.

Seit 2014 hat Google HTTPS als Ranking-Signal bestätigt und mittlerweile zeigt Google Chrome sogar Folgendes an: „Die Verbindung zu dieser Website ist nicht sicher“.

Diese Nachricht erscheint, wenn du kein https benutzt:

https ist ein Ranking Faktor

Findest du das vertrauenswürdig? Würdest du auf seiner solchen Seite etwas kaufen? Wohl eher nicht.

5. Ladegeschwindkeit

Nutzer freut es, wenn die Website schnell lädt. Google mag es auch.

Daher optimierst du am besten sofort deine Ladegeschwindkeit. Schaue auf jeden Fall nach großen Bilder, das sind oft Blocker bei der Ladegeschwindkeit.

Der Best-Case: Deine Website ist innerhalb 3 Sekunden geladen. Desktop-Version und Mobile-Version. Lange Ladezeiten bedeuten, dass du Kunden verlierst.

Wie du siehst, gibt es ein starkes Verhältnis zwischen der Ladegeschwindkeit und dem Ranking in Google. Websites auf Position 1 laden am schnellsten.

durchschnittliche Seitenladegeschwindigkeiten im Verhältnis zum Ranking

Mehr Infos zum Thema schnellere Websites findest du hier.

Deine Website ist außerdem nicht unter „https://www.website.de“ und „https://website.de“ erreichbar, sondern über eine Adresse. Lass das „www“ weg, es stört beim Merken der Website und keiner tippt gerne mehr als nötig ein.

Weiterhin ist deine Website gut crawlbar für die Bots der Suchmaschine.

6. Design-Qualität

Besucher finden sich durch ein strukturiertes Design gut zurecht. Die Benutzerfreundlichkeit (Usability) ist so gut, dass keine Besucher in einer Sackgasse stecken bleiben.

Außerdem ist klar ersichtlich, welche Elemente auf der Website klickbar sind. Verschiedene Themenblöcke unterscheiden sich durch verschiedene Anmutungen.

Die Website hat „Luft zum Atmen“, was bedeutet, dass genug Freiräume zwischen den Elementen sind.

Selbstverständlich ist deine Website für mobile Geräte optimiert und alle Inhalte sind auf Smartphones abrufbar.

Konkreterweise bedeutet das, dass die Schriftgröße groß genug ist auf dem Smartphone. Alle Elemente sind gut klickbar („Wurstfinger“-Bedienbarkeit).

7. Saubere URLs verwenden

Benutze „sprechende“ URLs. „Sprechende“ URLs sind URLs die aus lesbaren Wörtern bestehen.

Durch diese URLs erkennt dein Website-Besuchert sofort was sich hinter der URL verbirgt. Und Google mag es auch.

Halte dich dabei an folgende Regeln:

  • halte die URL so einfach und kurz wie möglich
  • benutze Keywords in der URL
  • trenne Wörter mit einem Minuszeichen
  • benutze nur Kleinschreibung
  • nutze keine Füllwörter
  • nutze keine Sonderzeichen, keine Umlaute, keine Leerzeichen

Was sieht besser aus? Beispiel eins, oder?

Sprechende URLs Beispiel

8. Informationsarchitektur

Warum eine Informationsarchitektur? Ebenso wie ein Gebäude durch einen Architekten geplant wird, ist es unerlässlich, eine Website im voraus zu planen.

Hauptgrund für eine sorgfältige Planung der Architektur ist die Benutzerfreundlichkeit (Usability). Nur durch eine gute Usability findet der Besucher schnell und einfach die gesuchte Information.

Weiterhin wirkt sich eine gute Usability auf das Ranking aus.

Informationsarchitektur

Die Zuordnung der Seiten folgt aus der Sicht des Nutzers, der sich intuitiv und nach logischen Prinzipien von Seite zu Seite bewegen möchte.

Anforderungen an eine gut strukturierte Website sind:

  • alle Seiten übersichtlich strukturiert
  • jeder wichtige Ort der Website ist mit ein oder zwei Klicks erreichbar (Stichwort „Klicktiefe”)
  • flache Hierarchie der URL-Struktur
  • sicheres Navigieren auf allen Seiten
  • jede Thematik erhält eine eigene Seite
  • die Seiten sind untereinander verlinkt

9. Backlinks

Bei diesem Thema streitet sich die SEO-Community. Die einen sagen, dass Backlinks wichtig sind, die anderen sagen, dass diese nur noch eine kleine Rolle spielen.

Backlinks sind Empfehlungen. Gehst du mit gesunden Menschenverstand an das Thema heran, so sind diese Empfehlungen gut in das richtige Leben übertragbar. Ein Facharzt genießt ein hohes Vertrauen auf seinem Gebiet. Seiner Empfehlung folgen viele Patienten. Er hat die Erfahrung und die Bekanntheit um ein solches Vertrauen zu genießen.

Genauso verhält es sich mit Websites. Empfiehlt eine Website eine andere Website, ist es wahrscheinlich, dass die empfohlene Website davon profitiert. Der Profit ist höher, um bedeutsamer die Bekanntheit und die Vertrauensstufe der Website ist, die die Empfehlung ausspricht.

Google bezieht keine klare Stellung, welche Gewichtung Backlinks im Verhältnis zu den anderen Faktoren haben. Eine aktuelle Aussage ist „konzentriere dich nicht zu sehr auf Backlinks“.

Konzentriere dich nicht zu sehr auf Backlinks.

Johannes Müller, Google

Backlinks spielen – wenn du diese als Empfehlung betrachtest – auch 2019 eine Rolle. Welche Wichtigkeit diese einnehmen ist unklar. Klar ist, dass Backlinks von vertrauenswürdigen Seiten nicht schaden, sondern der Website in vielen Bereichen einen Schub verpassen. Baue diese daher nachhaltig auf.

Fazit

Deine Website wird für Google und deine Nutzer relevant, wenn du auf einzigartige Inhalte setzt. Diese sind umfassend und qualitativ aufbereitet. Keine Rechtschreibfehler und eine gute Grammatik sind Standard. Du kennst verschiedene Content-Typen und hast eine passende Strategie für dein Content-Marketing.

Deine Technik ist auf einem hohen Niveau. Die Website ist schnell aufrufbar (auch aus dem Mobilfunknetz). SSL-Verschlüsselung, gepflegter HTML- und CSS-Code ist Standard. Es gibt keine verwaisten Seiten oder „500 Internal Server Errors“ (fehlerhafter Programmiercode).

Merke: Dein Internetauftritt ist nicht für Google optimiert, sondern für deine Besucher.

Wenn Suchende bei Google das richtige Ergebnis finden, hat der Suchmaschinengigant sein Ziel erreicht. Google möchte den Suchenden eine Lösung für ein Problem anbieten. Oder eine Information auf eine Frage.

Du steigst daher im Ranking, wenn du relevante Ergebnisse auf deiner Website anbietest. Das bedeutet viel Arbeit, wird sich aber letztendlich in Form besserer Rankings auszahlen.

Und nun zu dir:

Was wirst du als erstes anfangen zu optimieren?

Wie ist deine Meinung zu Backlinks im Jahr 2019?

Schreibe unten in die Kommentare, ich freue mich.

Quellen
  • https://www.orbitmedia.com/blog/blogging-statistics/
  • https://backlinko.com/search-engine-ranking

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Über den Autor

Martin Gebhardt

Martin Gebhardt


Howdy, ich bin Martin, der Gründer und Entwickler von feedsy. Ich möchte das Internet verbessern und nachhaltiger gestalten. Dafür habe ich feedsy.de entwickelt. Mit dem Feedback-Tool erweiterst du deine Website um eine leistungs­fähige und einfach zu bedienende Feedback-Funktion.


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