Ladegeschwindigkeit verbessern – eine zeitlose SEO-Strategie

aktualisiert am 18.03.2019

Ladegeschwindigkeit verbessern – eine zeitlose SEO-Strategie

Inhaltsverzeichnis

Es gibt unzählige SEO-Tipps und Ratschläge im Netz.

Doch verlieren diese ab und an ihre Gültigkeit. SEO entwickelt sich ständig weiter. Google aktualisiert seinen Suchalgorithmus jedes Jahr mehrere hundert Mal.

Doch es gibt Grundlagen, die zeitlos sind und immer eine Wirkung auf dein Ranking haben.

Die Verbesserung der Ladegeschwindigkeit ist eine der Grundlagen für eine zeitlose SEO-Strategie.

Die Optimierung der Ladegeschwindigkeit ist in den letzten Jahren nie aus der Mode geraten. Dass Websites schnell laden, ist ein großes Thema. Denn nur dann finden die Suchenden auf Google schnell ihre Informationen.

Du kannst darauf zählen, dass diese SEO-Strategie eine Bereicherung für deine Website ist. In diesem Artikel erfährst du mehr.

Ladegeschwindigkeit: ewiger Rankingfaktor

Die Ladegeschwindigkeit deiner Website ist einer der wichtigsten Rankingfaktoren. Kein Interessent wartet 15 Sekunden. Heutzutage ist alles auf Geschwindigkeit und Maximierung aufgebaut, daher muss auch der Inhalt deiner Website in wenigen Sekunden sichtbar sein.

Hinzu kommt, dass Google seinen Besuchern die schnellsten Suchergebnisse liefern möchte. Für Websites, die lange laden, hat Google kein Verständnis. Du wirst mit einer langsam ladenden Website in den hinteren Suchergebnissen auftauchen.

Schaue dir die Grafik an, die sagt im Grunde das Wichtigste aus. Schnelle Websites sind weit vorne in den Rankings gelistet.

durchschnittliche Seitenladegeschwindigkeiten im Verhältnis zum Ranking

Die Websites, die auf den ersten Positionen stehen, erhalten die meisten Klicks. Das siehst du an der Grafik unten. Folgende Klickraten (CTR) erhalten die Positionen in den Suchergebnissen bei Google (Daten vom Januar 2019):

  • Position 1 erhält eine CTR von 35 % (Desktop) / 28 % (Mobile)
  • Position 2 erhält eine CTR von 17 % (Desktop) / 16 % (Mobile)
  • Position 3 erhält eine CTR von 10 % (Desktop) / 10 % (Mobile)
  • Position 4 erhält eine CTR von 7 % (Desktop) / 7 % (Mobile)
  • Position 5 erhält eine CTR von 5 % (Desktop) / 5 % (Mobile)

Wie du erkennen kannst, ist es unheimlich wichtig auf den ersten Positionen zu landen. Drei viertel der Besucher bei Google klickt auf die ersten fünf Einträge. Wenn du mit deiner Website an Position 10 stehst, erhältst du viel weniger Besucher.

Diagramm Klickraten Positionen Google

In dieser Grafik siehst du die organischen Klickraten für Suchanfragen aus 10.120.806 Keywords für 84.533 Websites. Du kannst die Klickrate für Suchvorgänge von Desktopgeräten (blau) mit mobilen Geräten (rot) vergleichen. Aktuelle Klickraten kannst du dir unter advancedwebranking.com anschauen.

Lange Ladezeit = Kundenverlust

Lange Ladezeiten bedeuten, dass du Kunden verlierst und diese bei einem Konkurrenten das Produkt kaufen oder die Information finden, die sie suchen.

Wenn deine mobile Website länger als 3 Sekunden lädt, verlierst du mit absoluter Sicherheit Traffic.

Jede zusätzliche Sekunde verschärft die Situation. Dies ist ein Grund, warum Shops keine Umsätze machen. Und vielleicht auch, warum deine Besucher ausbleiben.

Googles neueste Maßstäbe sind eine gute Orientierung wo deine Ladegeschwindigkeit liegen sollte. Deine Website soll laut Google innerhalb von 3 Sekunden geladen sein.

Unten in der Grafik siehst du, wie lange deutsche Websites durchschnittlich brauchen um sich vollständig aufzubauen. Viele Unternehmen können diese Maßstäbe nicht einhalten.

Google durchschnittliche Ladegeschwindigkeit Websites Deutschland

Das Problem einer hohen Ladegeschwindigkeit ist oft die Seitengröße. Google hat festgestellt, dass 79 % der Websites über 1 MB, 53 % über 2 MB und 23 % über 4 MB groß waren. Ein Bild erregte besondere unsere Aufmerksamkeit: Es hatte satte 16 MB.

Die durchschnittliche Seitengröße einer einzelnen mobilen Webseite sollte laut Googles Best-Practices nicht größer als 500 KB sein. In der Grafik siehst du, dass sich in Deutschland fast keiner daran hält.

Google durchschnittliche Website Größe Deutschland

Ladegeschwindigkeit: Die Webseite schneller machen

Es gibt wunderbare Tools von Google, mit denen du den Stand deiner Website ermitteln kannst. Mit diesen Tools kannst du die Seitengeschwindigkeit überprüfen. Ein Tool davon ist Google PageSpeed Insights.

Bei Google PageSpeed Insights gibst du deine Website-URL ein und wartest auf die Auswertung. Danach bekommst du hilfreiche Informationen zur Geschwindigkeit deiner Webseite und Tipps, wie du deine Seite schneller machst.

Die Ergebnisse sind aufgeteilt in „Mobil“ und „Desktop“. In jedem Bereich siehst du, was verbessert werden muss und was gut funktioniert. Klicke die Empfehlungen an und du siehst Details zum Optimierungsvorschlag.

Google PageSpeed Insights

Ein weiteres Tool von Google ist „Test My Site”, welches Ende Februar 2019 in einem neuen Design und mit mehr Funktionen erschienen ist. Dieses Tool testet deine Website ausschließlich für den mobilen Bereich.

Mit der neuen Version kannst du noch genauer deine Website analysieren. Google hat das Tool komplett überarbeitet und die Änderungen in einem aktuellen Blogpost bekannt gegeben.

Test my site Google Ladegeschwindigkeit mobile

Nachdem du deine URL eingegeben hast, scannt dieses Tool deine Website und zeigt dir am Ende eine Übersicht und Empfehlungen an. Diese Empfehlungen kannst du dir per E-Mail zusenden lassen.

Außerdem zeigt das Tool, ob Google die Website als schnell, durchschnittlich oder langsam einstuft. Ein Vergleich zu anderen Vertretern der Branche ist möglich.

Diese neue „Test My Site“-Version unterstützt die Überprüfung von Unterseiten deiner Website. Entsprechende Unterseiten deiner Domain gibst du unter „Optimieren“ ein. Es startet ein neuer Prozess, der deine Unterseite überprüft und du erhältst Optimierungsvorschläge.

Test my site Google Ladegeschwindigkeit mobile Details

Weitere neue Funktionen:

  • Eine Anzeige der Tendenz im Vergleich zum Vormonat ist vorhanden. Ist die Seite schneller oder langsamer geworden?
  • Wie verhält sich die Geschwindigkeit im Vergleich zu anderen Webseiten der Branche?
  • Wie wirkt sich die Geschwindigkeit auf die Erlöse aus?
  • Ein vollständiger Bericht, den du mit dem Team teilen kannst.

Bilder sind die größte Stellschraube

Wenn du die beiden Tools von Google nutzt, wirst du mit dem Thema „Bilder“ konfrontiert sein. Bilder auf Websites verursachen viele Probleme.

Wenn du diese drei Best-Practices verinnerlichst, geht in Zukunft nicht mehr viel schief.

  1. Codiere deine Bilder effizient.
    Das bedeutet, dass deine Bilder eine niedrige Dateigröße haben. Ein Bild, das 1 MB groß ist, ist für das Web nicht zu gebrauchen. Optimiere unbedingt die Dateigröße. Optimierte Bilder laden schneller und verbrauchen weniger mobile Daten.
  2. Stelle Bilder in modernen Formaten bereit.
    Bilder, die keine Transparenz benötigen und als PNG gespeichert sind, gehören damit der Vergangenheit an. Speichere deine Bilder am besten als JPG ab. Bildformate wie JPEG 2000, JPEG XR und WebP bieten oft eine bessere Komprimierung als PNG oder JPEG, was schnellere Downloads und einen geringeren Datenverbrauch ermöglicht.
  3. Bilder richtig dimensionieren.
    Stelle Bilder bereit, die eine angemessene Größe haben, um mobile Daten zu sparen und die Ladezeit zu verbessern.

Als Webdesigner solltest du versuchen, Bilder mit Verläufen zu meiden. Diese müssen als PNG gesichert werden, wenn diese eine gute Qualität aufweisen sollen. Auch wenn die Bilder schick aussehen, haben diese Bilder mit Verlauf eine zu hohe Dateigröße.

Bilder kannst du online optimieren oder über Programme. Suche im Netz nach „image optimizer online“ und du wirst schnell fündig. Diese Websites sind empfehlenswert:

Für Mac OS gibt es ein besonders tolles Programm. Du findest es unter https://imageoptim.com/mac. Diese Software ist einfach zu nutzen, weil du nur mit Rechtsklick das Bild anwählst und dann mit einem weiteren Klick dieses optimierst. Diesen Compressor gibt es auch Online unter https://imageoptim.com/online, falls du kein Mac OS hast.

imageoptim.com

Fazit: Schneller ist besser und weniger ist mehr

Das ist ab jetzt dein Motto: schneller und weniger. Schaue dir gleich mit den oben aufgeführten Tools deine Website genauer an. Sicher findest du die eine oder andere Stellschraube womit du deine Ladegeschwindigkeit verbessern kannst. Dadurch steigst du im Ranking, was sich positiv auf deinen Traffic auswirkt und du dadurch mehr potentielle Kunden generierst.

Nun zu dir:

Hast du eins von den Tools genutzt?

Was kam als Ergebnis heraus?

Wie auch immer, lass es mich in den Kommentaren unten wissen.


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Über den Autor

Martin Gebhardt

Martin Gebhardt


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