Gastbeiträge: die ultimative Anleitung [2019]

aktualisiert am 11.04.2019 | 2 Kommentare

Gastblogging ist tot.

Das sagte 2014 Matt Cutts von Google.

Und nun? Macht es dennoch Sinn?

Die Antwort: Ja, definitiv.

Denn Matt Cutts relativierte seine Aussage.

Er hat später klargestellt, dass diese Haltung nur gegenüber Spam- und qualitativ minderwertigen Beiträgen gilt.

Wenn du hochwertige Gastbeiträge verfasst, sind Gastbeiträge eine wunderbare Strategie, die viele Vorteile mit sich bringt.

Die Frage ist nun: wie wirst du ein Profi in “Gastbeiträge schreiben”?

Genau in dieser Anleitung wirst du alles über Gastbeiträge lernen.

Gute Gründe für Gastbeiträge

Gastbeiträge haben einen wunderbaren Effekt:

Du machst damit auf deine Website, dein Business und auf deine Person aufmerksam. Gleichzeitig baust du Backlinks auf.

Und deine Besucherzahlen steigen:

Besucherzahlen

Wenn du völlig neu in diesem Bereich bist:
“Gastbeiträge schreiben” und “Gastblogging” bedeutet, Artikel für andere Blogger / Website-Inhaber zu schreiben.

Wusstest du, dass 6,9 % der Blogger regelmäßig Gastbeiträge schreiben? Und genau diese Blogger sind es, die am häufigsten beste Ergebnisse erzielen.

6,9 % der Blogger schreiben regelmäßig Gastbeiträge

Schau dir an, was du damit alles erreichen kannst:

  1. Gastbeiträge können Tausende von Besuchern auf deine Website bringen.
  2. Gastbeiträge erzeugen natürliche Backlinks, welche für dein Ranking gut sind.
  3. Du zeigst deine Kompetenz und dein Expertenwissen – was deine Marke stärkt.
  4. Du kannst mit Bloggern und der Community networken.
  5. Du erhältst Zugang zu einer komplett neuen Leserschaft.
  6. Gastbeiträge steigern deine Sichtbarkeit im Netz.
  7. Übung: Du wirst immer besser und schneller im Schreiben.
  8. Geld verdienen: Wenn du gut bist, wirst du von anderen Bloggern und Unternehmen gebucht.

Das bedeutet insgesamt: mehr Reichweite und neue Zielgruppen ansprechen. Wer will das nicht?

Gastbeiträge sind wichtig für SEO, das hast du bestimmt schon gemerkt.

Der Aufbau von Links, die von qualitativ hochwertigen Websites kommen, ist ein wichtiger SEO-Rankingfaktor. Er verbessert die Position deiner Website auf den Suchergebnisseiten.

Eine Studie hat ergeben, dass die Websites, die viele Backlinks haben, vorne in den Suchergebnissen auftauchen.

Viele Backlinks = gute Suchpositionen

Für manche Blogger war es die Eintrittskarte zu stark erhöhter Sichtbarkeit im Netz.

Eins ist sicher: ohne Gastbeiträge wirst du keine Bekanntheit erlangen – jedenfalls nicht so schnell.

Es ist nicht nur für dich von Vorteil.

Ich gehe davon aus, dass du qualitativ hochwertige Artikel schreibst. Daher profitiert auch der Website-Inhaber von deinem Know-How und erhält einen interessanten Artikel für seine Leser.

Gastbeiträge sind eine Win-win-Situation für dich und den Website-Inhaber.

Schritt 1: Kenne deine Ziele

Wie bei jeder anderen Marketing-Strategie, ist es auch hier wichtig, dass du im Voraus deine Ziele benennst.

Schließlich musst du wissen wohin die Reise gehen soll. Ohne Ziel ist keine Messung der Ergebnisse möglich.

Typische Ziele einer Gastbeitrags-Strategie sind:

  • Besucheranzahl (Traffic) steigern um mehr Leads und Verkäufe abzuschließen
  • Ein Bewusstsein für deine Marke, Produkte und Dienstleistungen schaffen
  • Verbesserung der Rankings durch Backlinks
  • Sich als Experte positionieren
  • Anzahl der E-Mail-Abonnenten steigern
  • Anzahl der Social-Media-Follower steigern

Schritt 2: Websites finden, die Gastbeiträge zulassen

Als Erstes musst du Websites finden, die Gastbeiträge zulassen.

Es folgen nun bewährte Methoden, die sich dafür bestens eignen:

Technik 1: Google Suche mit Zeichenketten

Suchst du schon mit der Methode: Keyword + „Gastbeitrag“ (zum Beispiel: Internet-Marketing + „Gastbeitrag“), dann sind die weiteren Methoden genau das Richtige für dich.

Google Suche

Hier ist eine Liste mit weiteren Vorschlägen:

  • Dein Keyword + „schreibe für uns“
  • Dein Keyword + „gastartikel“
  • Dein Keyword + „gastartikel einreichen“
  • Dein Keyword + „gastartikel vorschlagen“
  • Dein Keyword + „gastartikel veröffentlichen“
  • Dein Keyword + „gastartikel richtlinien“
  • Dein Keyword + „gastartikel regeln“
  • Dein Keyword + „gastartikel gesucht“
  • Dein Keyword + „artikel einreichen“
  • Dein Keyword + „artikel vorschlagen“
  • Dein Keyword + „artikel veröffentlichen“
  • Dein Keyword + „artikel gesucht“
  • Dein Keyword + „gastbeitrag einreichen“
  • Dein Keyword + „gastbeitrag vorschlagen“
  • Dein Keyword + „gastbeitrag veröffentlichen“
  • Dein Keyword + „gastbeitrag richtlinien“
  • Dein Keyword + „gastbeitrag gesucht“
  • Dein Keyword + „richtlinien für gastbeiträge“
  • Dein Keyword + „gastautor“
  • Dein Keyword + „werde gastautor“
  • Dein Keyword + „werde ein gastautor“
  • Dein Keyword + „gastautor werden“
  • Dein Keyword + „gastautor richtlinien“
  • Dein Keyword + „autoren gesucht“
  • Dein Keyword + „ dieser artikel ist ein gastbeitrag“
  • Dein Keyword + „ dieser artikel ist ein gastartikel“
  • allintitle: gastbeitrag
  • allintitle: gastartikel

Technik 2: Rückwärtssuche durch Bilder

Es ist beachtlich, was Google alles kann. Ich zeige dir wie es geht.

Erstens: Du musst jemanden finden, der aus deinem Themenbereich kommt und Gastbeiträge veröffentlicht hat.

Nehmen wir zum Beispiel Walter Epp. Walter hat einige Gastbeiträge veröffentlicht.

Walter Epp

Zweitens: Suche das Bild dieser Person. Du kannst nun die Bild-URL kopieren oder das Bild auf deinem PC speichern.

Walter Epp

Drittens: Füge das Bild oder die Bild-URL dann in die Google Bildersuche ein. Du findest diese hier: https://images.google.de

Klicke dazu auf die Kamera.

Google Bildersuche

Dann fügst du das Bild oder die Bild-URL ein und drückst auf „Bildersuche“.

Google Bildersuche

Und fertig – du erhältst alle Websites bei dem das Bild von Walter vorkommt. Darunter findest du seine Gastbeiträge. Großartig, oder?

Google Bildersuche

Technik 3: Suche über das Autorenprofil

Schau dir Walters Autoren-Box an. Sie beginnt mit „Walter Epp ist Blogger, …“.

Walter Epp Autorenbox

Gibst du das bei Google mit Anführungszeichen ein, wirst du schnell fündig wo du Gastbeiträge veröffentlichen kannst.

Und – Wow, du hast gerade Dutzende von Websites gefunden, auf denen du Beiträge verfassen kannst.

Beispiel Google Suche

Technik 4: Suche über Twitter

Die Twitter-Suche hat mich überrascht und ich benutze sie am liebsten. Du findest dort aktuelle Gastbeiträge, die noch nicht von Google indexiert wurden. Außerdem fand ich dort Websites, die ich bei Google überhaupt nicht fand.

Aber schau selbst wie es geht.

Gehe auf https://twitter.com und gib dort dein Thema und „Gastbeitrag“ oder „Gastartikel“ ein.

Twitter Suche

Und schon siehst das Ergebnis. Diese Websites bieten alle Gastbeiträge an oder haben welche veröffentlicht:

Twitter Ergebnisse

Technik 5: Backlinks von Gastbloggern suchen

Du benötigst dafür ein SEO-Tool, zum Beispiel Ahrefs, XOVI oder Moz’s Open Site Explorer (gratis). Damit kannst du die Backlinks von anderen Websites analysieren.

In den meisten Autorenboxen der Gastartikel befindet sich eine Verlinkung zum Gastautor. Gib die Website des Autors in eines der Tools ein und lass dir die Backlinks anzeigen. Du siehst, welche Seiten die Website des Autors verlinken.

Sicher, nicht alle diese gefundenen Seiten bieten auch die Möglichkeit an, Gastbeiträge zu verfassen. Aber du findest garantiert ein paar richtig gute Quellen.

Backlinks

Diese Strategie hat etwas ganz Spezielles: du kannst Websites finden, die nicht öffentlich dafür werben, dass sie Gastbeiträge akzeptieren.

Dank dieser Technik findest du solche „geheimen“ Websites nun problemlos.

Technik 6: Blogger anschreiben, die unter deinem Gastbeitrag kommentiert haben

Ich muss zugeben, diese Strategie ist etwas außergewöhnlich.

Wenn du schon Gastbeiträge veröffentlicht hast, wirst du dafür Kommentare erhalten haben.

Schau dir die Kommentare an. Meistens sind es andere Blogger, die deinen Artikel gelesen haben und zu deinem Thema passen.

Sie hinterlassen oft einen Link zu ihren eigenen Blog. Außerdem kannst du sie durch ihre Namen suchen.

Befinden sich darunter gute Blogs, schreibe diese Blogger an. Die Chance, dass diese einen Gastbeitrag von dir akzeptieren, ist hoch. Sind finden deinen Artikel gut, sonst hätten sie sich nicht die Zeit genommen, einen Kommentar zu verfassen.

Technik 7: Listen suchen mit Websites, die Gastbeiträge zulassen

Wenn du bis jetzt immer noch keine Websites gefunden hast, wirst du hier fündig.

Einige Websites haben sich die Arbeit gemacht und eine Liste mit Websites zusammengestellt, die Gastbeiträge akzeptieren.

Wieso also lange suchen, wenn es auch einfach geht. Eine Lange Liste mit 369 Blogs findest du auf wpdiener.com.

Technik 8: Frag den Blogger

Die meisten Blogger haben keine „Autor werden“-Seite, weil diese keine Gastbeiträge anbieten.

Jedoch hat es sich bewährt gemacht, einfach anzufragen. Mehr als eine Absage kannst du nicht erhalten.

Wenn jedoch explizit im Impressum oder auf einer anderen Seite steht, dass definitiv keine Gastbeiträge möglich sind, dann spare dir die Zeit und schreibe den Blogger nicht an.

Schritt 3: Deinen Gastbeitrag vorbereiten

Du hast sicher eine Menge an Websites gefunden, auf denen Gastbeiträge möglich sind.

Jedoch lohnen sich nicht alle Websites, dass du für sie einen hochwertigen Artikel schreibst.

Du trennst nun die Guten von den Schlechten.

Nutze dafür eine Excel-Tabelle. Hier ein stark vereinfachter Vorschlag:

Excel-Tabelle

Ein exklusives Excel-Sheet zur Filterung der Websites stelle ich am Ende des Artikels zur Verfügung. Dort kommen auch die Tools, die ich gleich vorstelle, zum Einsatz.

Denke daran: du schreibst qualitativ gute Inhalte. Ein Gastbeitrag ist keine Sache von ein oder zwei Stunden.

Wenn du gerade anfängst mit deinem Blog und noch nicht bekannt bist, fange mit kleinen Websites an.

Erwarte nicht, dass du auf einer sehr bekannten Website einen Gastbeitrag schreiben darfst. Erst recht nicht, wenn du keine hochwertigen Artikel auf deiner Website oder auf anderen Websites vorzeigen kannst.

Diese kleineren Blogs werden sehr viel eher deinen Gastbeitrag akzeptieren. Wenn du dann mehr Artikel erstellst hast, schreibst du bekannte Websites an.

Achte auf folgende Kriterien:

  • Die Website muss mit deinem Thema zu tun haben
  • Deine Zielgruppe tummelt sich auf dem Blog
  • Der Blog muss inhaltlich aktuell sein und das Design gut
  • Die Artikel auf dem Blog müssen von hoher Qualität sein (denn deiner ist es auch)
  • Die Chance, dass dir der Blog Besucher bringt, ist hoch
  • Wenn möglich, ist der Link zu deiner Website nicht nur in der Autorenbox
  • Die Website / der Blogger hat eine hohe Anzahl an Social-Media-Fans
  • Das Linkprofil ist sauber und frei von Spam

Auf den Websites https://www.trafficestimate.com und https://www.similarweb.com schaust du nach wie viele Besucher deine recherchierten Websites ungefähr haben.

Das kostenlose Tool „Moz’s Open Site Explorer“ hilft dir auch dabei. Hier kannst du die Domain Authority sehen und wie viele Links auf die Domain zeigen.

Je höher die Zahl (auf einer Skala von 0 bis 100), desto besser.

https://moz.com/link-explorer

Überprüfe weiterhin das URL-Rating (0 bis 100) des Blogs mit dem Backlink-Checker von ahrefs.com.

ahrefs.com

Diese zwei Werte sagen einiges über die Website aus. Sind die Werte hoch, ist es eine stark besuchte Website und hat einen „Ruf“ im Netz.

Anfrage an eine stark bekannte Website stellen

Wenn du eine sehr bekannte Website („Authority“-Site) anschreiben willst, so platze nicht sofort mit einem Gastbeitrag um die Ecke.

Die Anfrage geht im Posteingang unter. Bekannte Blogger erhalten tonnenweise E-Mails am Tag.

Tatsächlich sind viele Blogger es leid, irrelevante und minderwertige Inhalte zu bekommen.

Diese Blogger nehmen nur noch Gastbeiträge von Personen an, die sie bereits kennen, mögen und denen sie vertrauen. Das Gute ist: solch eine Person kannst du auch werden.

Lerne den Blog kennen, nimm als erstes Kontakt auf und versuche ein kleines Gespräch.

Schritt 1: Befasse dich mit dem Blog, auf dem du einen Gastbeitrag schreiben möchtest.

Folge dem Blogger auf Twitter oder abonniere seine Artikel mit Feedly. So bist du informiert, wenn neue Artikel erscheinen.

Schritt 2: Kontaktiere den Website-Inhaber.

Zum Beispiel kannst du dich bei dem Blogger bedanken, dass dir sein letzter Artikel geholfen hat.

Versuche zu erreichen, dass er deinen Namen kennen lernt, von dir gehört hat und dich zuordnen kann.

Du kannst das auf folgende Weise tun:

  • Teile seinen Artikel über Twitter / Facebook mit deinem echten Namen
    • Versuche mit relevanten Autoritätspersonen des anvisierten Blogs auf Twitter zu interagieren
  • Kommentiere in seinem Blog mit einem hochwertigen Kommentar
    • Gehe unbedingt mit mindestens einem Detail auf das Thema ein
    • Dein Kommentar sollte einen Nutzen haben für Leser
    • Fundiere dein Wissen mit Statistiken und Fakten
  • Schreibe eine E-Mail an den Autor / Blogger – teile ihm mit, was dir geholfen hat an seinem Artikel
  • Trage dich in seine E-Mail-Liste ein

Ein kurzes Anschreiben könnte so aussehen:

Hallo [Name],

Ich habe deinen Artikel „[Name des Artikels]“ gelesen.

Besonders gut fand ich die [Technik / den Hinweis / den Tipp / das Fazit]. Ich konnte damit [Problem] lösen.

Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung des Themas.

Grüße
[Dein Name]

Es geht darum, eine echte Beziehung zum Website-Inhaber aufzubauen. Fälsche diese nicht – man wird es herausfinden und dann wirst du deine Ziele nicht erreichen.

Finde das richtige Thema für deinen Gastartikel

Gehe als Erstes auf den Blog, auf dem du deinen Gastartikel veröffentlichen möchtest. Schaue in die Sidebar oder suche nach den beliebtesten Artikeln. Das sieht meistens so aus:

beliebteste Artikel

Du hast nun die Beiträge vor dir, die am meistens geteilt wurden und am beliebtesten bei den Lesern sind.

Schickst du ähnliche Vorschläge, wird der Website-Inhaber begeistert sein.

Beliebte Themen oder Evergreen-Content

Schaue auch im Netz nach aktuellen Themen und welche besonders beliebt sind.

Nutze dafür Buzzsumo und suche nach Keywords. Dort siehst du, wie oft Artikel in den sozialen Netzwerken geteilt wurden. Hast du von Buzzsumo eine Premium-Version, stelle das Land auf „Deutschland“.

Gib die Website des Bloggers ein oder ein Schlüsselwort.

Buzzsumo

Du kannst auch Artikel schreiben die zeitlos sind. Sogenannter „Evergreen-Content“ ist immer gültig und eine Bereicherung für jeden Blog.

Beide Arten sind eine gute Möglichkeit für Artikelvorschläge. Heiße Themen werden gerne angenommen, weil diese beliebt bei den Lesern sind. Und zeitlose Beiträge sind eine gute Art für einen stetigen Besucherfluss.

Schaue dir andere Gastbeiträge an

Was haben andere Gastblogger geschrieben? Das gibt dir ein Gefühl dafür, worauf der Website-Inhaber bei der Veröffentlichung von Gastbeiträgen achtet.

Hier das Beispiel von sidepreneur.de

sidepreneur.de

Lies die Richtlinien für Gastbeiträge

Ärgerlich, wenn du einen Artikel mit 2000 Wörtern schreibst und dir der Website-Inhaber per E-Mail mitteilt, dass du nicht mehr als 1200 Wörter schreiben darfst.

Auch ist es wichtig zu wissen, wo und wie viele Links du in deinem Artikel unterbringen darfst. Immerhin sollen die Besucher auf deine Website aufmerksam werden.

Manche Blogger haben wirklich sehr spezielle Richtlinien und bevor du anfängst, schaue dir diese unbedingt an.

Hier ein Beispiel:

Lies die Richtlinien für Gastbeiträge

Schritt 4: Deine Anfrage stellen

Stelle dir vor, du hast einen schnell wachsenden Blog und musst dich um alles selbst kümmern:

Artikel erstellen, Social-Media, Themen recherchieren, Kommentare beantworten, Partner finden, Zuarbeiter verwalten und vieles mehr.

Deine Mailbox quillt über.

Und nun erreicht dich eine langweilige E-Mail mit einer unkonkreten Anfrage für eine Gastartikel.

Genau, du löschst die E-Mail.

Wichtig: Vermeide es eine allgemeine Anfrage zu stellen. Stelle immer eine individuelle und persönliche Anfrage an den Website-Inhaber.

Hier ist eine E-Mail-Anfrage, die funktioniert und die du ausbauen solltest:

Hallo [Name des Bloggers],

Du hast großartige Artikel auf deinem Blog veröffentlicht. Vielleicht ist dir mein Kommentar zu dem Artikel „[Artikelname]“ aufgefallen. (Nimm hier einen hochwertigen Artikel des Bloggers)

Ich schreibe dir, weil ich gerne einen Gastbeitrag für dich und deine Leser erstellen möchte.

Ich habe drei Ideen, von denen ich denke, dass deine Leser davon nachhaltig profitieren:

[Artikelvorschlag 1, Überschrift]
[Artikelvorschlag 2, Überschrift]
[Artikelvorschlag 3, Überschrift]

Du kannst dir sicher sein, dass ich mich an Qualitätsstandards halte und dir die besten Informationen liefere.

Einen Eindruck kannst du dir auf meinem Blog machen: [Link]

Danke und viele Grüße nach [Stadt des Bloggers]
[Dein Vorname]

P. S. Auf meinem XING-Profil: [Link] erfährst du mehr über mich.

Warum solltest du so vorgehen:

  • Du sprichst den Blogger persönlich an
    • Die meisten Website-Inhaber lesen keine Anfragen von Personen, die sich nicht die Mühe machen, die Kontaktdetails zu recherchieren
  • Die Anfrage ist konkret, nichts ist nerviger als unkonkrete Anfragen, die Zeit kosten
  • Du startest mit Anerkennung und einem Detail zum Blog
    • Der Website-Inhaber merkt damit, dass du seinen Blog gelesen hast
  • Die E-Mail ist kurz und bündig, bleib unter 200 Wörtern
    • Die wenigsten Blogger haben Zeit lange E-Mails zu lesen
  • Du machst drei Vorschläge, das reicht aus
    • Wenn du nur ein Thema vorschlägst, schreibe ein paar Punkte zum Inhalt
  • Du zeigst deine Erfahrung und Expertise
    • Zeige, warum du die richtige Person bist, um den Artikel zu schreiben. Schreibe keinen Lebenslauf, ein paar Höhepunkte reichen aus
  • Du zeigst dein XING Profil, was deine Ernsthaftigkeit unterstützt

Extra-Tip 1: Gib deine Telefonnummer in der Anfrage mit an. Das erzeugt noch mehr Vertrauen.
Extra-Tip 2: Schreibe in die E-Mail-Betreffzeile den Titel deines Vorschlags zum Artikel.

Hier noch ein Beispiel für eine Anfrage:

Beispiel für eine Anfrage

Beachte: dies ist keine generelle Vorlage. Gestalte deine eigene Vorlage, die individuell und persönlich den Blogger anspricht.

Wenn du nach zwei bis drei Wochen keine Antwort bekommen hast, frage kurz nach ob die E-Mail angekommen ist.

Hier ein Muster für die Folge-E-Mail:

Hallo [Name des Bloggers],

Ich wollte nachfragen, ob meine E-Mail vom [Datum an dem du die E-Mail abgeschickt hast] angekommen ist. Ich hoffe, dass dich meine Beitrags-Ideen ansprechen und für deine Leser interessant sind.

Vielen Dank.

Grüße
[dein Vorname]

Schritt 5: Deinen Gastbeitrag erstellen

Der Website-Inhaber hat deinen Gastbeitrag akzeptiert – das ist großartig. Nun musst du liefern, was du vorher versprochen hast.

1. Schaue dir als erstes nochmal die Richtlinien an.

Halte Ausschau nach allen Form- und Formatierungsanforderungen. Soll mit Fettschrift gearbeitet werden? Soll es Zwischenüberschriften geben von H2 bis H4? Wie erfolgt die Anlieferung? Per HTML oder per TXT-Datei?

2. Da der Tag nur 24 Stunden hat, musst du entscheiden was du für einen Artikel schreibst. Entscheide daher, ob du einen überaus hochwertigen und langen Artikel verfasst oder einen normal-qualitativen Artikel.

Content für „Authority“-Sites

Du kannst nicht eine Woche lang an einem Gastbeitrag sitzen und diesen dann auf einem normalen Blog veröffentlichen. Diese Zeit investiert du nur in „High-Quality-Sites“ / „Authority“-Sites.

Das sind Websites, die eine „Größe“ im Netz sind. Für diese schreibst du Artikel, die besser sind als die auf deinem Blog.

Dein Artikel muss den Website-Inhaber umhauen. Das muss Inhalt sein, der Meinungen ändert, Conversions auslöst und zum Handeln anregt.

Denke daran: „Authority“-Sites sind natürliche Autoritäten im Netz, weil diese regelmäßig qualitativ hochwertige Inhalte veröffentlichen.

Ihr Ansehen haben diese Websites sich über Jahre hinweg verdient.

Hier meine Empfehlung für einen Artikel auf „Authority“-Sites:

  • Schreibe eine Schritt-für-Schritt-Anleitung die JEDER nachmachen kann („actionable Content“)
    • echte Anleitungen werden viel stärker wahrgenommen als zufällige Tipps
  • Sage was du mit dieser Anleitung erreichst
    • dieses Ziel kann jeder erreichen, der deine Anleitung befolgt

ODER

  • Schreibe einen Listen-Artikel
    • Diese Artikel werden besonders gerne gelesen
  • Schreibe einen langen Artikel mit 1200 Wörtern aufwärts
  • Integriere Bilder, Diagramme, Screenshots und andere Grafiken
    • Diese untermauern deine Aussagen und lockern den Inhalt auf
  • Füge interne Links von dem Blog des Bloggers ein
    • Das ist großartig für SEO und und der Website-Inhaber merkt, dass du dich mit seinem Blog auseinandergesetzt hast
  • Integriere externe Links zu anderen „Authority“-Sites
    • Versuche auch einen Link auf einen Artikel von dir zu setzen – dieser Link muss unbedingt zum Inhalt passen, sonst wird er abgelehnt
  • Erstelle eine umwerfende Überschrift

Das sieht aufwändig aus, oder?

Aber das ist es wert, damit du einen Gastbeitrag auf einer „Authority“-Site veröffentlichen kannst. Denke doch nur daran, welche Vorteile es bringt.

Content für „Non-Authority“-Sites

Diese Websites bekommen auch einen wertvollen Artikel geliefert. Nur investierst du in solche Gastbeiträge nicht ganz so viel Liebe wie in „Authority“-Sites.

Kürze den Artikel etwas ab. Es reichen hier 800 Wörter und mehr. Zeige nicht alles detailliert auf.

Die Autorenbiografie

Die Autorenbiografie darf nicht fehlen, denn sie ist deine persönliche Markenwerbung.

Bestehe darauf, dass du diese zu deinem Gastbeitrag veröffentlichen darfst. Das ist deine Belohnung für die harte Arbeit.

Was muss deine Autorenbiografie beinhalten?

Der Text ist:

  • In der dritten Person geschrieben
  • Persönlich und für die Zielgruppe zugeschnitten
  • Untermauert deine Glaubwürdigkeit / Expertise
  • Hat einen Call-to-action (Seite besuchen, Download, Follow)
  • Motiviert zum Klicken auf deine Landingpage

Motiviere die Leser zum Klicken, in dem du zum Beispiel ein kostenloses E-Book anbietest. Besteche deine Leser ein wenig und biete ihnen einen gratis Mehrwert.

Und noch etwas: Lass die Angeberbegriffe weg, denn die kommen nicht gut an. Die Leser möchten nicht deinen ganzen Lebenslauf lesen.

Nimm Fakten zu dir wirklich nur auf, wenn diese grandios sind. Wenn du zum Beispiel für ein großes Nachrichtenblatt geschrieben hast. Oder wenn mehr als 1000 Besucher am Tag deine Website besuchen.

Ansonsten schreibst du besser vordergründig darüber, WAS du für den Leser tun kannst.

Hier ein Beispiel meiner Autorenbox:

Beispiel meiner Autorenbox

Die Landingpage der Autorenbiografie

Wenn die Startseite deiner Website keine Landingpage ist, musst du eine für die Leser der Gastbeiträge erstellen.

Die meisten Gastautoren leiten die Besucher auf ihre Startseite. Mach das nicht.

Die Leser kommen auf deiner überladenen Blog-Übersichtsseite nicht weiter.

Damit wirst du deine Ziele nicht erreichen. Nimm den Leser an die Hand.

Deine Landingpage sollte folgende Inhalte enthalten.

  • Dein Logo
  • Eine Überschrift, was es als Mehrwert gibt
  • Eine Unterüberschrift, was der Leser lernt und davon hat
  • Ein Testimonial eines Lesers
  • Die Anmeldung zum Newsletter, wenn du mehr Abonnenten erreichen möchtest
  • Deinen besten Artikel zum weiterlesen

Schaue dir meine Landingpage an, sie bildet diese Punkte ab.

Landingpage

Pro-Tip: Statte deinen Link von der Autorenbox mit den Google Analytics UTM-Parametern aus. So lässt sich der Erfolg deiner Kampagnen gut auswerten.

Schritt 6: Nachbearbeitung

Mit der Veröffentlichung eines Gastbeitrages ist die Arbeit noch nicht abgeschlossen.

Überprüfe deinen Artikel

Erstelle dir eine Checkliste und überprüfe folgendes:

  1. Sind alle Links korrekt gesetzt?
  2. Sind keine nachträglichen Grammatik- oder Rechtschreibfehler vorhanden?
  3. Ist deine Autorenbox korrekt?

Gib deine Rechte korrekt ab wenn verlangt

Deine Bilder sind zum Beispiel deine Bilder. Damit alle Parteien auf der rechtlich sicheren Seite sind, schicke diesen Satz dem Website-Inhaber mit:

Hiermit bestätige ich, [dein Name], dass ich im Besitz aller notwendigen Rechte an den Fotos und Inhalten bin und dir, [Name des Website-Inhabers], ausdrücklich die Rechte für die Nutzung der Bilder und Inhalte für den Gastbeitrag auf [Website URL] erteile.

Falls der Artikel auf Social-Media-Plattformen geteilt wird, so erlaube dies.

Beantworte alle Kommentare auf dem Blog

Antworte auf alle Kommentare in den ersten zwei bis drei Tagen. Du darfst nicht den Artikel veröffentlichen und dann verschwinden. Wenn möglich abonniere die Kommentare.

Nimm dir die Zeit und antworte auf die Kommentare sobald diese erscheinen. Das bedeutet, dass du in den ersten Tagen der Veröffentlichung den Artikel regelmäßig überprüfst.

Beantworte alle Kommentare auf dem Blog

Tipp: Hinterlasse gleich nach Veröffentlichung einen Kommentar. Damit zeigst du den Lesern, dass du bereit bist ihre Kommentare zu beantworten.

Außerdem freut sich der Website-Inhaber darüber, dass du nach deinem Beitrag noch zur Verfügung stehst. Dies macht es wahrscheinlicher, dass ihr in Zukunft wieder zusammenarbeiten werdet.

Promote deinen Gastbeitrag

Lass deine Newsletter-Abonnenten an deinem Gastbeitrag teilhaben. Teile den Artikel außerdem auf deinen Social-Media Auftritten.

Dein Gastgeber bekommt die „Rundum-Kur“ und lernt nicht nur eine Person kennen, die schnell da war, und genauso schnell wieder weg.

Wenn du Angst hast, dass deine Leser zum Gastgeber abwandern, sind deine Artikel nicht gut genug. Wenn du von deinem Blog überzeugt bist, brauchst du keine Bedenken haben, den Gastbeitrag an deine 1000 E-Mail-Abonnenten zu schicken.

Letztendlich bedeuten mehr Leser mehr Kontakt mit dir. Mehr Besucher auf dem Gastbeitrag bedeuten, dass deine Landingpage besucht wird und deine Leser deine Abonnenten werden.

Du kannst den Gastbeitrag noch folgendermaßen bekannt machen:

  • Schreibe deine Kontakte, Partner und Freunde an
  • Teile den Gastbeitrag in deinen Social-Media-Profilen

Schritt 7: Schreibe mehr Gastbeiträge

Während der letzte Gastbeitrag dir hilft mehr Sichtbarkeit im Netz zu erlangen, musst du für einen wirklichen Erfolg mehr schreiben.

Solange du die Qualität sicherstellen kannst, schreibe regelmäßig Blogger an und veröffentliche mehrmals im Monat.

Je mehr Gastbeiträge du schreibst, desto mehr Sichtbarkeit wirst du erreichen. Bei mehr und mehr Menschen wirst du den Status einer „Autorität“ einnehmen.

Dies führt zu mehr Gastbeitrags-Einladungen oder zur Teilnahme an Veranstaltungen. Deine Zugriffe auf deine Website werden steigen, was mehr Leads und Verkäufe bedeutet.

Achte darauf, dass du den Überblick behältst. Wie in Schritt 2 beschrieben, legst du dir besser eine Tabelle mit allen Informationen der Anfragen an (als gratis Download am Ende).

Schritt 8: Verfolge deinen Erfolg

Wenn du wissen möchtest, ob deine Gastbeitrags-Strategie funktioniert, musst du den Erfolg messen. Dafür kannst du Tools nutzen, die in dem Beitrag erwähnt sind.

Mit Google Analytics stellst du fest, wie oft deine Landingpage aufgerufen wurde.

Und Buzzsumo nutzt du, um nachzuschauen, ob deine Gastbeiträge in den Social-Media-Kanälen geteilt werden. Die Suche nach einem Autor startest du folgendermaßen: „author [Name des Autors]“.

Suche nach einem Autor

Was noch auf dich zukommt

Gastbeiträge schreiben ist Kommunikation mit Menschen. Mit anderen Bloggern und Website-Inhabern.

Das ist teilweise schwierig. Es wird Rückschläge geben. Manche Blogger werden dich ablehnen, ignorieren, kritisieren und berichtigen.

Setze dich damit auseinander, dass einige Gastbeiträge mehrere Feedback-Schleifen nach sich ziehen.

Stecke in genau diesen Situationen nicht den Sand in den Kopf.

Verbessere deine Überschrift, deinen Text, deine Bilder. Und probiere es erneut. Wenn du zu schnell aufgibst, wirst du keinen Erfolg haben.

Sieh Kritik als Freundschaftsleistung und nicht als Angriff. Der Blogger nimmt sich Zeit um dir Feedback zu geben. Wäre es ihm egal, würde er nicht antworten.


Das war meine ultimative Anleitung um erfolgreich Gastbeiträge zu schreiben.

Welche Strategie wirst du als Erstes ausprobieren?

Was fandest du besonders hilfreich?

Über einen Kommentar von dir freue ich mich.

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Quellenangaben

https://backlinko.com/search-engine-ranking

https://www.orbitmedia.com/blog/blogging-statistics/


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Über den Autor

Martin Gebhardt

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Howdy, ich bin Martin, der Gründer und Entwickler von feedsy.de. Mein Ziel ist es, Dir klare Strategien für deine Website zu zeigen und damit die Steigerung der Besucherzahlen und Erhöhung der Conversions zu ermöglichen.


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