Content-Recycling: Wie man alte Inhalte nutzen kann, um neuen Traffic zu gewinnen

Content-Recycling: Wie man alte Inhalte nutzen kann, um neuen Traffic zu gewinnen

Die Nutzung hochwertiger Inhalte ist im Content Marketing fest verankert. Betreiber von Blogs, Websites und großen Portalen wissen in der Regel, welche ihrer Artikel besonders gut bei Google und bei den Lesern ankommen.

Gerade in Zeiten, in denen viele Leser von Inhalten übersättigt werden, ist es wichtig, die eigenen Ressourcen mit Bedacht zu nutzen. Zudem steigen die Preise für gute Inhalte kontinuierlich an.

Wie wäre es, wenn die eigenen Inhalte einfach recyclet werden?

Damit lassen sich erfolgreiche bestehende Inhalte

  • erneut nutzen,
  • Kosten sparen und
  • den Lesern auf eine neue Art vermitteln.

Content-Recycling – wie funktioniert das?

Der Ansatz dieser Strategie ist eigentlich relativ einfach: Beinahe jede Präsenz im Internet, die auf Content setzt, hat in der Regel ein entsprechendes Archiv an Artikeln und Informationen. Diese wurden in den meisten Fällen einmal veröffentlicht und dabei durch die verschiedensten Kanäle in ihrer Reichweite bestärkt.

Manche Artikel dürften dank der Verlinkungen auch bereits recht gut bei Google gelistet sein.

Anstatt nun immer neuen Content zu produzieren und somit auf der einen Seite Ressourcen zu binden und zum anderen dauerhaft auf Nachschub angewiesen zu sein, werden erfolgreiche Inhalte noch einmal verwendet.

Dabei gibt es die verschiedensten Strategien. Das Ziel ist aber immer gleich:

Durch bereits gute Inhalte neuen hochwertigen Content zu generieren.

Erster Schritt: Den eigenen Content analysieren

In der Regel mischen sich die Formen und Qualitäten der Inhalte auf einer Webseite oder einem Blog miteinander. Es gibt kurze News-Artikel, kleine Themen aber oftmals auch große, umfangreiche Artikel die mit vielen Recherchen und Investitionen verbunden waren.

Es sind vor allem diese langen Leitfäden, Ratgeber und Info-Artikel, die für die Wiederverwertung von Inhalten besonders interessant sind.

Sie bieten nicht nur eine Tiefe beim inhaltlichen Mehrwert, sondern sind in der Regel perfekt dafür geeignet, sie in verschiedene kleine Pakete aufzuschlüsseln.

Impressionen

Artikel mit vielen Impressionen sind sehr beliebt bei den Nutzern und bieten sich hervorragend an auf andere Weise wiederverwendet zu werden.

Bei den nun gefundenen Artikeln sollte man überprüfen wie oft diese Inhalte früher auf Facebook oder Twitter geteilt wurden. Auch in deinem Website-Analyse-Tool, wie Google Analytics, sollte nachschaut werden, ob diese Artikel gut besucht sind und immer noch Impressionen erzeugen. Ist dies der Fall, spricht alles dafür diese Inhalte erneut zu verwerten. Es scheint also so, als wenn Suchende immer noch an diesen Themen interessiert sind.

Wichtig ist dabei auch die Frage, inwiefern der eigene Content bereits auf anderen Kanälen geteilt wurde. Vielleicht waren ja die Facebook-Präsenz oder der Twitter-Account zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht im Fokus des eigenen Marketing-Mix? Gerade dann ergibt sich aus einem Recycling der Inhalte eine einfache Möglichkeit, wie man die Bestandsleser auf sich aufmerksam machen kann.

Es kommt leider nicht selten vor, dass man der Strategie "The Trend is your friend" folgt und die besten Inhalte aus der Vergangenheit verstauben lässt, um immer die aktuellsten Themen zu präsentieren. Dabei sind so viele Inhalte und Informationen absolut zeitlos und können demnach mehrmals wiederverwendet werden.

Zweiter Schritt: Aufbereitung mit neuen Mitteln

Es muss, wenn erst einmal ein passender Inhalt gefunden ist, eine Analyse der Aktualität erfolgen. Sind verschiedene Bestandteile vielleicht veraltet? Gibt es neue Entwicklungen? Passt der Content noch zur Philosophie der eigenen Webseite? Eine Aktualisierung kann nötig sein, nimmt aber fast immer weniger Zeit an, als die Produktion von neuem Content.

Nun geht es daran, den alten Inhalt in neues Licht zu rücken. Dafür gibt es die unterschiedlichsten Methoden, die sich für verschiedene Kanäle anbieten:

  • Aufteilung: Ein langer Ratgeber kann mühelos gestückelt werden und in Form von kleinen, ausgebesserten Artikeln erneut auf der Seite veröffentlicht werden.
  • Social Media. Die Verbreitung auf Social Media kann sinnvoll sein, da die meisten Besucher nicht jeden Content mitbekommen haben und entsprechend nicht bemerkten, was sie da verpasst haben.
  • Multimedia: Podcasts, Infografiken und Videos erlauben es in der heutigen Zeit, schriftliche Inhalte in einer multimedialen Form neu aufzubereiten und als neuen Inhalt zu präsentieren.
  • Streuung: In manchen Fällen lohnt es sich ebenfalls, die Inhalte auf Mikroseiten auszulagern oder als Aufhänger für Gastbeiträge auf anderen Seiten zu nehmen.

Die Möglichkeiten für die Aufbereitung alter Inhalte sind also zahlreich.

Das Ziel ist es, dass ein erstellter großer Inhalt verschiedenste Male auf unterschiedlichen Kanälen genutzt werden kann.

Auf Facebook bietet sich ein Video an, bei Twitter eine Infografik, an wieder anderer Stelle lässt sich ein Absatz als Aufhänger für einen Gastbeitrag in einem anderen Blog nehmen. Auf diese Weise wird das Maximum aus den bereits vorhandenen Ressourcen heraus geholt.

Worauf beim Content Recycling immer zu achten ist

Natürlich gibt es aufmerksame Leser oder Besucher, die bemerken, wenn die Inhalte erneut veröffentlicht werden. Daher sollte man auch immer ehrlich sein:

Wenn ein Content zeitlos ist, warum dann so tun, dass er neu geschrieben wurde?

Gerade in den sich wiederholenden Zyklen in verschiedensten Branchen kann es sinnvoll sein, wenn noch einmal auf eine bestimmte Artikelreihe mit spezifischen Informationen hingewiesen wird.

Manchmal verändert sich auch die Zielgruppe. Vor wenigen Jahren war Facebook noch ein Ansprechpartner für eine eher jüngere Gruppe – heute ist der Schnitt älter. Das erlaubt die Publikation von anderen und neuen Inhalten bei der Nutzung der gleichen Plattform.

Fazit zum Content Recycling

Es ist teuer, auf Dauer immer wieder neuen Content zu produzieren. Und vor allem ist es schade um die hochwertigen Inhalte, die irgendwann im Archiv verstauben und nur noch durch irgendwelche Links in den Suchmaschinen gefunden werden.

Wer gute Arbeit leistet, sollte sie auch entsprechend nutzen. Content Recycling ist dabei ein Weg, wie Kosten gespart und Arbeiten auf optimierte Weise genutzt werden können.

Über den Autor

Martin Gebhardt

Martin Gebhardt


Howdy, ich bin Martin, der Gründer und Entwickler von feedsy. Ich möchte das Internet verbessern und nachhaltiger gestalten. Dafür habe ich feedsy.de entwickelt. Mit dem Feedback-Tool erweiterst du deine Website um eine leistungs­fähige und einfach zu bedienende Feedback-Funktion.

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